HERMANN KOTH
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Spundwand vibrieren - Stahlträger vibrieren - Stahlrohre vibrieren oder vibrierendes Rammen

Das Vibrieren von Rammgut ist eins der wirtschaftlichsten Bauverfahren im Spezialtiefbau. Es ist in fast jeder Bodenart anwendbar.

Das Verfahren:
Das Prinzip des Einvibrierens besteht darin, die Reibung und den Spitzenwiderstand zwischen Rammgut und Boden zu verringern. Der Vibrationsbär erzeugt Schwingungen, die in das Rammgut übertragen werden. Das schwingende Rammgut löst Schwingungen im umgebenden Erdreich in unmittelbarer Nähe aus. Der umgebende Boden wird vorübergehend in einen pseudoflüssigen Zustand versetzt. Dadurch wird die Reibung zwischen Rammgut und Boden stark reduziert, so dass das Rammgut in den Boden einvibriert werden kann.

Als Rammgut werden u. a.:

  • Spundbohlen
  • Leichtprofile
  • Stahlträger
  • Stahlrohre
  • Holzspundbohlen

verwendet.

Durch die Anwendung von hochfrequenten resonanzfrei an- und ablaufenden Vibrationsbären werden die Anfangs- und Endpeaks bzw. Schwingungsspitzen vermieden.

Um die Erschütterungen weiter zu reduzieren kann insbesondere im sandigen Boden mit Lockerungsbohrungen als Einbringhilfe gearbeitet werden. Der Boden wird durch Lockerungsbohrungen aufgelockert und anschließend das Rammgut einvibriert.

Weiterhin ist die Führung des Vibrationsbärs zu unterscheiden:

  • mäklergeführtes Einvibrieren bzw. vibrierendes Rammen => der Vibrationsbär wird an einem Mäkler geführt
  • freireitendes Einvibrieren bzw. vibrierendes Rammen => der Vibrationsbär wird frei an einem Kran ab- und aufbewegt - er hat keine feste Führung.

Mäklergeführtes und freireitendes Vibrieren im Verlgeich

Beim mäklergeführten Einbringen des Rammgutes kann eine Vorspannkraft auf das Rammgut aufgebracht werden. Diese kann das Einbringen des Rammgutes beschleunigen.
Beim freireitenden Einbringen hingegen wirkt nur das Eigengewicht vom Rammgut und Vibrator und es muss in der Regel mit einer Rammzange gearbeitet werden, die durch die gute Führung des Vibrationsbärs am Mäkler beim mäklergeführten Vibrieren häufig entfallen kann.
Häufig können beim freireitenden Einvibrieren Orte erreicht werden, die weiter vom Trägergerät entfernt sind - je nach Ausladung des Trägergerätes.
Beim mäklergeführten Einbringen von Rammgut muss die Vibrationsramme unmittelbar am Rammort stehen. Dies ist insbesondere bei Baustellen im Wasser interessant.