HERMANN KOTH
Ingenieurbau GmbH & Co. KG
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Trägerbohlwand

Als kostengünstiger Baugrubenverbau bietet sich die Trägerbohlwand an. Die Träger können abgestimmt auf die vorhandenen Bodenverhältnisse mit dem Rammverfahren, Vibrationsverfahren und Bohrverfahren eingebracht werden. Die Ausfachung aus Verbauhölzern, Stahlprofilen oder Stahlbetonfertigteilen wird sukzessive im Zuge des Erdaushubes eingebaut und mit Holzkeilen an das Erdreich gepresst. Die Trägerbohlwand zeichnet sich durch ihre flexible Anpassung an z. B. querende Rohrleitungen aus. Als Baugrubenverbau führen wir den Berliner Verbau und Essener Verbau aus.


Anwendungsgebiete

Für Baugruben oberhalb des Grundwasserspiegels bzw. im Schutz einer Grundwasserabsenkung empfiehlt sich oft die Trägerbohlwand als preiswerte Lösung. Sie bietet die Möglichkeit eine senkrechte Baugrubenwand herzustellen.
Eine Trägerbohlwand besteht aus Profilstahlträgern und einer Ausfachung aus z. B. Holz zwischen den Trägern.

Die Ausfachung zwischen den Trägern erfolgt sukzessive mit dem Bodenaushub mit Holzkanthölzern oder Stahlbohlen (auch durch Spritzbeton, Kanaldielen, Stahlbetonfertigteile, Ortbeton oder Injektionen) je nach statischen Erfordernissen. Die Ausfachungshölzer werden z. B. beim Berliner Verbau mit Hilfe von Hartholzkeilen von der Innenseite des Flansches "angekeilt" und mit einer Holzlatte gesichert. Ein Trägerbohlwandverbau von größeren Tiefen wird nach statischen Gesichtspunkten eine Rückverankerung oder eine Aussteifung notwendig.

Durch verschiedene Bauverfahren können die Träger der Trägerbohlwand in jeden Boden eingebracht werden:


Bauverfahren bzw. Einbringmethoden für die Stahlträger

Folgende Einbringverfahren gibt es für die Stahlträger:

  • Vibrationsverfahren: Die Träger werden mit Hilfe eines Vibrationsbären auf die geforderte Endtiefe in den Boden einvibriert.
  • Kombiniertes Bohr- Vibrationsverfahren: Zuerst das Herstellen von Lockerungsbohrungen dann das Einvibrieren des Stahlträgers (insbesondere in sandigen Böden geeignet).
  • Rammverfahren: Einrammen der Stahlträger mit Hilfe eines Rammbär auf die geforderte Endtiefe im Boden.
  • Bohrverfahren: Die Stahlträger werden in verrohrt vorgebohrte Bohrlöcher eingestellt und mit Sand eingeschlämmt. Der Fuß des Stahlträgers kann z. B. ausbetoniert werden. Zusätzlich kann eine Stahlplatte an den Fuß geschweißt werden. Sowohl der ausbetonierte Fuß als auch die Stahlplatte dienen zur Lastabtragung von Vertikallasten.

 

Trägerbohlwandarten

Berliner Verbau: Die Stahlträger werden in den Boden eingebracht, die Holzausfachung o. dgl. hinter die Trägerflansche geschoben und durch Keile fest an das Erdreich gepresst ("angekeilt") und mit Holzlatten gesichert.
Essener Verbau: eingebaut bei einer Verankerung, die zwischen zwei U-Träger anstelle eines HEB-Trägers verschwindet. Dadurch wird der Aushub für die Baugrube verringert und Platz eingespart. Eine Gurtung entfällt. Die 2U-STahlträger werden durch ein Zugband gesichert.
Hamburger Verbau: (auch vorgehängter Verbau) Die Holzbohlen o. dgl. werden durch Anker, z. B. Schipplie-Eisen oder geschlitzte Hakenbleche, die jeweils hinter den Trägerflansch fassen, mit Hilfe von kurzen Brustträgern und Keilen außen am Rammträger befestigt.


Material

Stahlträger: HEB-Träger, HEA-Träger oder Doppel-U-Träger verschiedener Steifigkeit
Ausfachung: Holz, Stahlbohlen, Stahlbetonfertigteile


Vorteile einer Trägerbohlwand

  • wirtschaftlich attraktiver Baugrubenverbau
  • ungestörter Erdaushub
  • platzsparend
  • platzsparende Baustelleneinrichtung
  • Anpassungsfähig z. B. bei kreuzenden Versorgungsleitungen, da die Abstände der Träger den Hindernissen im Boden angepasst werden können und die Ausfachungsmethode variiert werden kann.